Bis Mitte der siebziger Jahre des vorvergangenen Jahrhunderts wurde der heutige Ort der HVHS Akademie Sonneck gGmbH als Weingut und Wochenenddomizil genutzt. Ein Leipziger Getreidehändler und ein Leipziger Arzt sowie später ein Naumburger Augenoptiker agierten in zwei benachbarten und voneinander unabhängigen Grundstücken. Durch den Leipziger Arzt wurde der berühmte Sohn Leipzigs, Prof. Max Klinger, auf den Blütengrund aufmerksam und kaufte sich Ende des 19.Jahrhunderts in unmittelbarer Nähe selbst ein Weinbergsgrundstück.

Von 1975 bis 1978 erwarb der Kulturfonds der DDR die beiden Grundstücke und gab sie in die Hände des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Von dieser Zeit an arbeiteten, diskutierten und erholten sich die „großen“ und „kleinen“ Künstler der DDR in Sonneck. Der Weinberg wurde weiter bearbeitet, die auf dem Gelände befindlichen kleinen Villen und Häuschen saniert und restauriert und die Gesamtanlage oberhalb des Zusammenflusses von Saale und Unstrut zu einem kulturlandschaftlichen Kleinod gestaltet.

In den Jahren 1989/1990 zog sich der Verband Bildender Künstler der DDR aus dem Grundstück zurück. Der Eigentümer – Kulturfonds der DDR – wandelte sich zur „Stiftung Kulturfonds“, deren Auftrag es war, Kunst und Kultur in den neuen Bundesländern und Berlin zu fördern. Die Stiftung selbst konnte sich nicht entschließen, den Ort als Künstlerhaus weiter zu betreiben. Anfang des 21. Jahrhunderts löste sich die Stiftung Kulturfonds auf und das Grundstück ist heute in dem Besitz der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Von 1991 bis 1993 mietete der DGB Bundesvorstand das Grundstück von der Stiftung Kulturfonds und bildete Rechtssekretäre aus. Während dieser Zeit erprobten die Mitarbeiter des Grundstückes Sonneck, in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt e.V., eigene Bildungsangebote für Jugendliche und Erwachsene zu gestalten und auf den Markt zu bringen.

Auf dieser Basis wurde 1993 die Akademie Sonneck als Erwachsenenbildungseinrichtung der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt e.V. gegründet. Im gleichen Jahr stellte die Akademie Sonneck beim Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt den Antrag auf Anerkennung als Heimvolkshochschule. Nach einem, per Erwachsenenbildungsgesetz vorgeschriebenen, dreijährigen Verfahren erfolgte im Jahr 1996 die öffentliche Anerkennung als „Heimvolkshochschule Akademie Haus Sonneck“ in Sachsen-Anhalt.

Im Jahr 2003 wurde die Akademie Sonneck, von der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt e.V., in eine gemeinnützige GmbH überführt (HVHS Akademie Haus Sonneck gGmbH).

Im Jahr 2005 wurde die Akademie Sonneck als Heimvolkshochschule nach LQW 2 erfolgreich qualitätstestiert.