Im Leben und Werk von Peter Weiss spiegeln sich politische, kulturelle und menschliche Problemlagen im Deutschland der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart mit einer Brisanz wider, die zu Lebzeiten Peter Weiss zu einer persona non grata werden ließ - so ähnlich hat er sich jedenfalls oft selbst gesehen.


Hinzu kam seine jüdische Herkunft und sein “nicht zu Hause sein” an den Orten und in den Ländern, in denen er sein Leben verbrachte.

Wir werden uns u. a. mit seinem Werk “Ästhetik des Widerstandes” beschäftigen, diesem “Jahrhundertroman” der frühen achtziger Jahre und seinem heutigen “Nichtvorhandensein” in der Öffentlichkeit des vereinigten Deutschlands, das sich mehr mit den Büchern von Bohlen, Effenberg und anderen Superstars zu beschäftigen scheint.


Wir wollen über diesen Weg auch die getrennte Vergangenheit in der BRD und DDR und unsere gemeinsame Gegenwart bearbeiten sowie deren unterschiedliche Aneignungsformen von Wissen um Politik und Kultur.

 5-Tagesseminar
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